Wasserlösliches CBD: Worum geht es dabei?
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INHALT
CBD ist ein fettlösliches Molekül: Es lässt sich gut mit Ölen und Fetten vermischen, mit Wasser jedoch kaum. Dennoch tauchen auf dem Markt sogenannte „wasserlösliche“ Produkte auf. Kann sich CBD also wirklich in Wasser auflösen? Mama erklärt dir die wissenschaftlichen Hintergründe von fettlöslichem und wasserlöslichem CBD – einfach und ohne Fachjargon. Lass uns dieses Rätsel gemeinsam lösen.
Der Begriff „fettlöslich“ leitet sich von „lipo“ ab, was „Fett“ bedeutet. Ein fettlösliches Molekül löst sich in Fettstoffen wie pflanzlichen Ölen, jedoch nicht in Wasser. Dazu gehört CBD ebenso wie die anderen Cannabinoide und die meisten Terpene aus Hanf.
Warum? Es ist alles eine Frage der Struktur. Das CBD-Molekül besteht hauptsächlich aus Kohlenstoff- und Wasserstoffatomen, die fast keine Affinität zu Wasser haben. Chemiker sagen, es sei hydrophob: Es „meidet“ Wasser. Im Gegensatz dazu fühlt es sich in Öl vollkommen wohl.
Stell dir eine Salatsauce vor: Öl und Essig trennen sich immer, selbst wenn man sie gut geschüttelt hat. CBD verhält sich genauso. Wenn man ein wenig CBD-Öl in ein Glas Wasser gibt, bleibt es an der Oberfläche und bildet einen kleinen Fleck, ohne sich jemals zu vermischen.
Aus diesem Grund werden CBD-Öle hergestellt, indem ein Hanfextrakt in einem Trägeröl (Hanföl, Olivenöl, Kokosöl…) verdünnt wird. Das CBD verteilt sich darin gleichmäßig, und die Mischung bleibt langfristig stabil.
Diese Eigenschaft erklärt auch die Extraktionsverfahren. Um das CBD aus der Pflanze zu gewinnen, verwendet man überkritisches CO₂ oder Ethanol und kein Wasser, da Wasser die Cannabinoide schlichtweg nicht „binden“ kann.
Eine wasserlösliche Substanz („hydro“ bedeutet Wasser) löst sich in Wasser auf, wie zum Beispiel Salz. Sie geht in der Flüssigkeit auf und trennt sich nicht mehr von ihr.
CBD hingegen verändert seine Beschaffenheit nicht. Sein Molekül bleibt fettlöslich, egal was man tut. Wenn man von „wasserlöslichem CBD“ spricht, handelt es sich also um eine sprachliche Vereinfachung. Tatsächlich löst sich CBD nicht in Wasser auf: Es wird in winzige Öltröpfchen zerlegt oder in eine Hülle eingeschlossen, die sich gut mit Wasser verträgt.
Aus diesem Grund findet man auch die Bezeichnungen „wasserverteilbares CBD“, „wasserlöslich“ oder, auf Englisch, „water soluble“. Sie alle bezeichnen dasselbe: ein CBD, das so aufbereitet ist, dass es sich in einer Flüssigkeit auf Wasserbasis verteilen lässt, ohne einen öligen Fleck zu bilden.
Mama rät dir, den Versprechungen rund um diese Produkte mit Skepsis zu begegnen. Die spektakulären Zahlen, die man manchmal im Internet liest, stammen nicht von den Gesundheitsbehörden. Und aus rechtlicher Sicht ist ein „wasserlösliches“ CBD nach wie vor ein Hanfextrakt: Es unterliegt denselben Vorschriften wie andere CBD-Produkte.
Damit sich ein Fettmolekül im Wasser verteilen kann, braucht es einen Vermittler: einen Emulgator. Das ist ein Molekül mit zwei Seiten: Eine Seite zieht Wasser an, die andere Fett. Du kennst einen davon, ohne es zu wissen: Senf, der dafür sorgt, dass Mayonnaise ihre Konsistenz behält.
Die Nanoemulsion. Man mischt den CBD-Extrakt, ein Öl, Wasser und einen Emulgator und führt die Mischung anschließend durch Hochdruck- oder Ultraschallgeräte. Das Ergebnis: Öltröpfchen, die so klein sind, dass sie in Nanometern gemessen werden, also in Milliardstel Metern. Bei dieser Größe erscheint die Flüssigkeit fast klar, und die Tröpfchen bleiben in der Suspension, anstatt an die Oberfläche zu steigen.
Die Mizellen. In bestimmten Formulierungen ordnen sich die Emulgatoren von selbst zu kleinen Kügelchen an. Ihre „wasserliebende“ Seite ist nach außen gerichtet, ihre „fettliebende“ Seite nach innen. Das CBD befindet sich sicher im Zentrum, und das gesamte Kügelchen löst sich im Wasser auf.
Die Verkapselung. Das CBD wird in eine Schutzhülle eingeschlossen. Dabei kann es sich um Liposomen handeln – winzige Bläschen aus einem Material, das den Membranen unserer Zellen ähnelt – oder um ringförmige Moleküle, sogenannte Cyclodextrine. Man kann auch eine Emulsion trocknen, um ein Pulver zu erhalten, das sich anschließend in Wasser dispergieren lässt.
Diese Techniken stammen aus der Pharma- und Kosmetikindustrie, wo sie seit langem zur Dispergierung von fetthaltigen Inhaltsstoffen eingesetzt werden. Dabei werden der Rezeptur bestimmte Inhaltsstoffe (Emulgatoren, Stabilisatoren) zugesetzt, und ihre Stabilität hängt stark vom Know-how des Herstellers ab. Wie immer geben dir das Etikett und die Laboranalyse Aufschluss darüber, was wirklich in der Flasche enthalten ist.
Die CBD-Öle von Mama Kana sind hingegen klassische Öle: ein in einem Trägeröl verdünnter Hanfextrakt, der im Labor analysiert wurde und einen gesetzeskonformen THC-Gehalt aufweist. Sie tragen den Hinweis „Dieses Produkt ist nicht zum Verzehr bestimmt“. Halten Sie sich stets an die Angaben auf dem Etikett.