Fragst du dich, was die Gesundheitsbehörden wirklich über CBD denken? Zwischen Gerüchten und Versprechungen ist es nicht leicht, den Überblick zu behalten. Deshalb hat Mama zusammengestellt, was die WHO, die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit und die französische Justiz offiziell dazu sagen – mit Quellenangaben.
Die Stellungnahme der Weltgesundheitsorganisation
Die WHO verfügt über einen Fachausschuss, den Sachverständigenausschuss für Drogenabhängigkeit. Seine Aufgabe: zu entscheiden, ob eine Substanz unter internationale Kontrolle gestellt werden soll, wie beispielsweise Betäubungsmittel.
Im Juni 2018 hat dieser Ausschuss reines CBD untersucht. Seine im September 2018 veröffentlichte Schlussfolgerung: CBD hat keine psychoaktiven Eigenschaften und birgt kein Missbrauchs- oder Suchtpotenzial. Der Ausschuss empfahl daher, Präparate aus reinem CBD nicht unter internationale Kontrolle zu stellen. Aus diesem Grund sagt man übrigens, dass CBD nicht „high“ macht.
Die Stellungnahme der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit
CBD, ein „neues Lebensmittel“, das geprüft werden muss
In Europa stuft die Europäische Kommission CBD als „neues Lebensmittel“ ein: ein Produkt, das vor 1997 nicht in nennenswertem Umfang verzehrt wurde. Bevor es zum Verzehr in Verkehr gebracht werden darf, muss es von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) geprüft und anschließend zugelassen werden. Derzeit werden mehrere Anträge geprüft, bisher wurde jedoch noch keiner genehmigt.
Juni 2022: Zu wenige Daten, um Schlussfolgerungen zu ziehen
Am 7. Juni 2022 gab die EFSA bekannt, dass sie die Sicherheit von CBD als neuartiges Lebensmittel noch nicht beurteilen könne. Es fehlten Daten zu dessen Auswirkungen auf die Leber, den Magen-Darm-Trakt, den Hormonhaushalt, das Nervensystem und das psychische Wohlbefinden. Tierversuche zeigten zudem unerwünschte Wirkungen, insbesondere auf die Fortpflanzung.
Der Vorsitzende der Expertengruppe legte Wert darauf, einen wichtigen Punkt klarzustellen: Die EFSA ist nicht zu dem Schluss gekommen, dass CBD gefährlich sei. Sie hat die Anträge lediglich bis zum Vorliegen neuer Daten zurückgestellt.
Februar 2026: eine vorsichtige Aktualisierung
Am 9. Februar 2026 veröffentlichte die EFSA eine Aktualisierung ihres Gutachtens. Darin bestätigt sie, dass die bereits 2022 festgestellten Datenlücken weiterhin bestehen. Außerdem weist sie darauf hin , dass die Sicherheit von CBD für Personen unter 25 Jahren, schwangere oder stillende Frauen sowie Personen, die Medikamente einnehmen, nicht nachgewiesen werden konnte.
Der rechtliche Status von CBD in Deutschland
CBD ist kein Betäubungsmittel
Am 29. Dezember 2022 hob der Staatsrat den Erlass auf, der den Verkauf von rohen Hanfblüten und -blättern mit einem THC-Gehalt von höchstens 0,3 % untersagte. Er stellte fest, dass CBD keine psychotrope Wirkung hat und keine Abhängigkeit hervorruft: Es kann daher nicht als Betäubungsmittel angesehen werden.
CBD-Produkte und Ernährung
In Europa fallen lediglich Hanfsamen und deren Derivate, wie beispielsweise Hanfsamenöl, sowie Blätter, die ausschließlich zur Zubereitung eines Aufgusses in Wasser bestimmt sind, nicht unter den Status eines neuartigen Lebensmittels, sofern sie nicht mit CBD angereichert sind.
Aus diesem Grund tragen unsere CBD-Öle den Hinweis „Dieses Produkt ist nicht zum Verzehr bestimmt“. Mama bittet dich, dich stets an die Angaben auf dem Etikett zu halten.
Was Mama daraus mitnimmt
- CBD macht nicht high und macht nicht süchtig: Das bestätigen sowohl die WHO als auch der Staatsrat.
- Europa hat es mangels ausreichender Daten noch nicht als neuartiges Lebensmittel zugelassen.
- Der THC-Gehalt von Hanfprodukten muss unter oder gleich 0,3 % liegen.
- Das Etikett deines Produkts ist maßgebend: Lies es durch und befolge die Anweisungen.
Da CBD ein Wirkstoff ist, kann es zu Wechselwirkungen mit bestimmten Medikamenten kommen. Wenn du Medikamente einnimmst, schwanger bist oder stillst, rät Mama dir dringend, dies mit deinem Apotheker oder deinem behandelnden Arzt zu besprechen, bevor du ein CBD-Produkt verwendest.
Du hast es sicher schon verstanden: Die Wissenschaft macht Fortschritte, und die Behörden bleiben vorsichtig. Mama wird sich weiterhin an ihre Empfehlungen halten und dich mit klaren Quellen auf dem Laufenden halten.